Das Luftbild zeigt die auf einem Hügel errichtete gotische Pfarrkirche des Dorfweilers Münsteuer inmitten der weiten Ebene des unteren Inntals.

Pfarrkirche Münsteuer

Adresse Münsteuer, Liegt in der Marktgemeinde Reichersberg4981 Reichersberg in Google Maps anzeigenÖffnet in einem neuen Fenster
KategorieSakralbau
  • Barrierefrei
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  • Oberösterreich

1300 Jahre Glaube und Kultur – dieses Motto beschreibt die historische Bedeutung des heutigen kleinen Kirchweilers Münsteuer.
Durch die kirchenpolitische Annäherung zwischen Bayern und Rom zu Beginn des achten Jahrhunderts gelangte das Gebiet als „Patrimonium Petri“ für über dreihundert Jahre in den direkten Besitz des Papstes. Das Kirchenpatrozinium zum Heiligen Petrus erinnert noch heute an diese Zeit.
Verwaltet wurde das Gebiet von den Salzburger Erzbischöfen, die dafür einen Jahreszins von drei Pfund Silber erhielten. Zur seelsorglichen Erschließung errichteten sie ein Kloster, dessen Ortsname „Münsteuer“ sich vom lateinischen „Münster“ (das Kloster) ableitet.
Das hohe Alter dieser Glaubensstätte wurde durch den archäologischen Fund eines metallenen Kreuzes aus dem frühen achten Jahrhundert bestätigt.
Der historische Hintergrund erklärt, warum sich heute inmitten dieses kleinen Dorfes ein solch imposanter Tuffsteinbau aus der Gotik erhebt, der bedeutende Kunstwerke aus der Romanik, Gotik und dem Barock beherbergt.

Schwerpunkt und Programm

Die Bewahrung des reichen kulturellen Erbes stellt insbesondere für kleinere Pfarrgemeinden oft eine große Herausforderung dar. Schwerpunktthema ist die stark beschädigte gotische Tür des Südportals: Frau Mag. Fischbacher präsentiert zusammen mit Tischlermeister Rammerstorfer das Verfahren „Tischlerhandwerk trifft Restaurierungswissenschaft“ – ein innovativer Ansatz, der einen maximalen Substanzerhalt des Holzes ermöglichte.
Hörproben der Egedacher-Orgel von 1712 und eine Führung durch die Kirche runden das Programm ab.

Highlights im Bezug auf das Motto

Angewandte digitale Technologien:
Digitale und analoge Erfassung des gesamten Kunstguts der Kirche durch die Diözese Linz
Digitale Erfassung und Befahrung des Regenwassersystems
Durchführung eines Raum-Klima-Monitorings mittels Sensoren zur Einschätzung der klimatischen Situation
Digitale 3D-Laserscan-Bestandsaufnahme der Kirche, Ausarbeitung von Plänen (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
Digitale Erfassung des Taufsteins in den Werkstätten des Bundesdenkmalamtes/Arsenal Wien

Das Bild zeigt das gotische Südportal mit den in lilienform auslaufenden eisernen Türbändern und geschmiedetem Schloßkasten.
Taufkapelle mit Taufstein aus der Zeit um 1400, frühbarockem Altar mit Akanthusrahmen von Thomas Schwanthaler, 1700 und Madonna von Hans Degler, 1617.
Detailbild des Taufsteins: Eine im Rankenwerk verschlungene Affendarstellung galt im Mittelalter als Bild des den Menschen Fallenstellenden Teufels.

Veranstaltungen

13:00 bis 14:30 – Der Teufel (ver-)steckt sich im Detail

Zum Auftakt erklingen einige Stücke auf der Egedacher-Orgel aus dem Jahr 1712. Schwerpunktthema der Veranstaltung ist die Restaurierung der gotischen Tür des Südportals: Frau Mag. Fischbacher stellt zusammen mit Tischlermeister Rammerstorfer das Verfahren „Tischlerhandwerk trifft Restaurierungswissenschaft“ vor – ein innovativer Ansatz, der einen maximalen Substanzerhalt ermöglichte. Anschließend führt eine Besichtigung durch die Kirche und stellt die Kunstwerke vor, wobei besonderes Augenmerk auf das über 600 Jahre alte Taufbecken mit seinem geheimnisvollen Bildprogramm gelegt wird.

Kategorie:

Führung

Anmeldung:

Es ist keine Anmeldung notwendig.

15:00 bis 16:30 – Der Teufel (ver-)steckt sich im Detail

Zum Auftakt erklingen einige Stücke auf der Egedacher-Orgel aus dem Jahr 1712. Schwerpunktthema der Veranstaltung ist die Restaurierung der gotischen Tür des Südportals: Frau Mag. Fischbacher stellt zusammen mit Tischlermeister Rammerstorfer das Verfahren „Tischlerhandwerk trifft Restaurierungswissenschaft“ vor – ein innovativer Ansatz, der einen maximalen Substanzerhalt ermöglichte. Anschließend führt eine Besichtigung durch die Kirche und stellt die Kunstwerke vor, wobei besonderes Augenmerk auf das über 600 Jahre alte Taufbecken mit seinem geheimnisvollen Bildprogramm gelegt wird.

Kategorie:

Führung

Anmeldung:

Es ist keine Anmeldung notwendig.

Informationen

Anreise

Barrierefreier Zugang: Ja

Öffentliche Anbindung: Nein

PKW: Es stehen keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Angebote

Verpflegung: Getränke

Sanitäranlagen: Nein

Öffnungszeiten am Tag des Denkmals

Nur am Tag des Denkmals geöffnet.

Beginn: Uhr

Ende: Uhr

Restaurierung

Besichtigung möglich: Ja

Abgeschlossene Restaurierungen: Sakristeitür, um 1470, mit reichen Eisenbeschlägen. Die gotische Taufkapelle samt reich gestaltetem Taufstein aus der Zeit um 1400 mit frühbarockem Altar, darin der prächtige Akanthusrahmen von Thomas Schwanthaler um 1700. Öffnung des ursprünglichen südlichen Kirchenportals mit gotischem rundbogigen Portalgewände. Laufende Restaurierung: Das gotische Türblatt des Portals mit in drei eisernen Lilien auslaufenden Türbändern samt fein gearbeitetem Schloßkasten.

Kontakt & Links

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