Barockes Tuchschererhaus
- Öffentlich erreichbar
- Steiermark
Das Wohn- und Geschäftshaus Michaeligasse 10 in Hartberg ist ein zweigeschossiger spätbarocker Bau über U-förmigem Grundriss, errichtet nach dem Stadtbrand von 1715. Die qualitätvolle Barockfassade mit original erhaltenem Stuck aus dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts, Nischenfiguren der hl. Elisabeth und Maria Immaculata sowie Tonnengewölbe und Stichkappen im Inneren dokumentieren das Selbstbewusstsein des Hartberger Handwerk- und Bürgerstandes. Das Haus verbindet als Durchfahrtshaus die Michaeligasse mit der Ressavarstraße und ist integraler Bestandteil der mittelalterlichen Stadtstruktur. Seit 2016 unter Denkmalschutz, wird es seit 2021 als jährlich wiederkehrendes temporäres Kulturzentrum belebt – Schicht für Schicht freigelegt, erforscht und nun saniert. Das Haus lebt.
Schwerpunkt und Programm
Das denkmalgeschützte Barockhaus in der Michaeligasse 10 wird 2026 aktiv saniert – und genau in diesem Zustand geöffnet. Die Baustelle wird zur Bühne, Handwerker:innen und Künstler:innen begegnen sich auf Augenhöhe. Haus lebt ist ein Kunst- und Kulturfestival und macht erlebbar, was Denkmalschutz bedeutet: nicht Einfrieren, sondern Weiterbauen. Ressourcen schonen statt abreißen, historische Substanz aktivieren statt museal bewahren. Ein Haus, das lebt – und zeigt, dass Denkmalpflege eine zukunftsorientierte, gemeinschaftliche Aufgabe ist.
Veranstaltungen
14:00 bis 14:45 – Dear Future
Führung mit Simon Brugner durch das, im Umbau befindliche, Haus und durch das Festivalthema. Ausgangspunkt ist ein Brief, den Johann Kottmayr 1834 aus Brünn an seinen, im Haus Michaeligasse 10 lebenden, Bruder Anton schrieb – eine Zeile voller Zuversicht wird zum Leitmotiv für Haus Lebt 2026: „... denn daß ich nicht sollte leben können in Hartberg daß glaube ich nicht."
Kategorie:
FührungAnmeldung:
Es ist keine Anmeldung notwendig.
15:00 bis 16:00 – schtum
Das Wiener Duo schtum – Manu Mayr (Bass, Elektronik) und Robert Pockfuß (Gitarre, Elektronik) – verwandelt live und rein analog mikrotonale Interferenzen und Feedback in dunkle, oft rohe elektronische Klangflächen, in denen sich kammermusikalische Präzision und physische Wucht überlagern.
Kategorie:
SonstigesAnmeldung:
Es ist keine Anmeldung notwendig.
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