Stiftsmuseum Garsten
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Die Sonderausstellung „Pilgerziel Jerusalem“ in den Räumen des ehemaligen Klosters Garsten beleuchtet das Pilgerziel durch die Jahrhunderte hindurch, insbesondere die oberösterreichischen Pilgerzüge ab 1900. Hunderte Oberösterreicher:innen – seit dem zweiten Pilgerzug auch Frauen – aus verschiedensten Bevölkerungsschichten nahmen an organisierten Pilgerreisen ins heutige Israel teil. Historische Ansichten und Karten des Heiligen Landes sowie Pilgerandenken und Erinnerungsfotos von Reisenden werden präsentiert. Den zweiten Fokus der Ausstellung stellt die soeben restaurierte „Karte vom Heiligen Land von Justus Danckerts“, um 1700, aus dem Bestand des Museums dar.
Schwerpunkt und Programm
Die Ausstellung sowie der Vortrag geben Orientierung und lassen kulturelle und gesellschaftliche Identitäten wachsen.
Veranstaltungen
15:00 bis 15:40 – Pilgerreisen ins Heilige Land als Grundlage des Tourismus mit Prof. Ingo Mörth
Im Gespräch mit Ingo Mörth werden Bezüge zur Tourismus- und Kartografiegeschichte seit dem 15. Jahrhundert diskutiert. Dabei werden die unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Reisens ins Heilige Land beleuchtet: von der ersten Welle des Gruppentourismus ab 1483, die sich in zeitgenössischen Berichten und Karten widerspiegelt, über den Individualtourismus ab 1743 bis hin zum Pauschaltourismus ab 1899/1911. Abschließend widmet sich das Gespräch der vierten Welle, dem modernen gemischten Tourismus ab 1976.
Kategorie:
GesprächAnmeldung:
Es ist keine Anmeldung notwendig.
16:30 bis 16:45 – Kurzführung zur Landkarte des Heiligen Landes mit der Kuratorin Barbara Weikerstorfer
Bei der Karte von Heiligen Land handelt es sich um eine äußerst seltene Darstellung einer Landkarte, eine Verbindung zwischen Geographie und Bibelbildern. Der kolorierte Kupferstich veranschaulicht das Geschehen aus der Bibel in zahlreichen detaillierten Darstellungen. Pilgerreisen von Mitteleuropa nach Palästina fanden durch Jahrhunderte statt. In einer Sonderausstellung wird die Thematik der Pilgerreisen ins Heilige Land veranschaulicht, vom Mittelalter bis in die heutige Zeit. Beim näheren Betrachten erkennen Besucher:innen zahlreiche Begebenheiten aus dem Leben Jesu sowie aus dem Alten Testament. Die Stadt Jerusalem und die Grenzen der zwölf Stämme Israels sind ebenso verzeichnet wie das Tote Meer oder der See Genezareth. Ein Vergleich mit früheren und späteren Kupferstichen mit ähnlichen Motiven wird anhand historischer Kartendrucke möglich. Bei Bedarf sind auch Kurzführungen zu weiteren Uhrzeiten möglich.
Kategorie:
FührungAnmeldung:
Es ist keine Anmeldung notwendig.
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