Nachlese 2011 "aus Holz"

Die wunderbare Möglichkeit zum Staunen

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Assling, Harpfenfest

Hall in Tirol, Allerheiligenkirche, Warten und Infos zur Schaurestaurierung

Hall in Tirol, Allerheiligenkirche

Hall in Tirol, Rathaus

Hall in Tirol, Türenwanderung

Hall in Tirol, Schaurestaurierung Gombocz, Sakristei, Foto BDA_Lindtner

Innsbruck, Rundgemälde, Foto BDA_Lindtner

Oetz, Kornkasten beim Grassmayrhaus

Reith i.A., St. Gertraudi, Stoffelhäusl, Volksfest

In Tirol besuchten 3800 Personen den Tag des Denkmals 2011. An 18 Schauplätzen in 8 Bezirken ließen sie sich auf das besondere Erlebnis ein, oftmals für die Öffentlichkeit verborgene Kunstschätze „aus Holz“ zu entdecken

Bei Spezialführungen, wie im Haller Rathaus, beim Aufstieg in den Glockenturm der Liebfrauenkirche in Kitzbühel oder durch die Stuben- und Studiensammlungen des Tiroler Volkskunstmuseums, konnten ungewöhnliche Besichtigungsrouten zu historischen Sehenswürdigkeiten „aus Holz“ unternommen werden. Schaurestaurierungen boten die Gelegenheit, Experten über die Schulter zu blicken, wie bei der Holzrestaurierung in der Sakristei der Allerheiligenkirche in Hall oder bei der Rosannabrücke in Strengen, die im Zuge eines Ausbildungsprojektes für Zimmerleute genau unter die Lupe genommen wurde. Mancherorts, wie zum Beispiel beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi oder bei der Leiterharpfe in Mittewald, standen die Holzobjekte im Mittelpunkt eines „Volksfestes“.

Von Handwerksgeräten und Möbeln, über Stuben, Archivalien und Gewerkenhäuser bis hin zu Brücken und Dachstühlen – Das Thema „aus Holz“ bot einerseits die Gelegenheit, die Bandbreite der Verwendung von Holz in Tirol zu zeigen, andererseits ansonsten kaum beachtete Kleinodien in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken.
Reißenden Absatz fand ein neu erstellter Folder „Von Tür zu Tor“ in Hall in Tirol, der zu einer Türenwanderung durch die Altstadt einlud. Viele Aspekte der Holzver- und Holzbearbeitung konnte man anhand der Stuben, Werkzeuge und Möbel im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck erfahren. Meisterwerke der Holzkunst gab es im Fürstenchor der Innsbrucker Hofkirche, im Haller Rathaus sowie in der Landecker Burschlkirche zu bestaunen. Die Qualität historischer Zimmermannskunst studierten die Besucher anhand der Dachstuhlkonstruktionen im Glockenturm der Liebfrauenkirche in Kitzbühel und im Panorama-Gebäude in Innsbruck sowie anhand der Holzbrücken in Habichen und Strengen. Die am Institut für Geographie der Universität Innsbruck erklärte Methode der Dendro-Datierung kam auch bei den beiden rund 500 Jahre alten Knappenhäusern in Fügen und St. Gertraudi zur Anwendung, die ebenfalls am Tag des Denkmals geöffnet waren. Auch in den Heimat- und Bauernhausmuseen in Kitzbühel, Längenfeld und Ötz sowie beim Kornspeicher in Habichen wurden Themenführungen geboten. Die Herstellung von Betondachplatten als Ersatzmaterial für Holzschindeldächer konnte vom Sand bis zur fertigen Dachplatte mitverfolgt werden.

Erstmals fand eine Kooperation mit der Südtiroler Denkmalpflege statt, die ebenfalls unter dem Motto „aus Holz“ eine Woche früher, am 18. September 2011, interessante Besichtigungsobjekte präsentierte und innerhalb der Kulturlandschaft Tirol zu Vergleichen inspirierte. Diese Zusammenarbeit soll im nächsten Jahr intensiviert werden.