Widum Münster
ein himmlischer Genuss aus der Zeit des Rokoko
Kurzinformationen
| Ort: | 6332 Münster, Dorf 93 |
| Öffnungszeiten: | Führungen zwischen 10:30 und 15:30 durch Pfarrer Chesielski und Restaurator Franz Niederhauser. |
| Specials: | Kleine Verköstigungen vor Ort |
| Erreichbarkeit: | Mit dem Bus nach Münster, Haltestelle Gemeindeamt, einige Minuten Fußweg. Parkplätze vor Ort vorhanden |
| PartnerInnen: | Pfarre Münster |
Der Widum in Münster birgt mit seinem so genannten Bischofszimmer im zweiten Obergeschoß einen einzigartigen Kunstgenuss, der zu den prachtvollsten Repräsentationsräumen des Rokoko in Tirol gehört.
Der quadratische Raum ist an den Wänden mit in ihrer Qualität und Ikonographie singulären Leinwandbildern des Schwazer Malers Christoph Anton Mayr geschmückt. Diese Heiligendarstellungen sind typisch für die Gelehrsamkeit des Barock und besonders für den gehobenen Anspruch des damaligen Pfarrers, Johann Anton Cippiani, eines hoch gebildeten Theologen aus Spanien, der 1764 den Auftrag für das Heiligenprogramm gab.
Das mächtige, weithin sichtbare Gebäude wurde 1755/56 wohl vom berühmten Baumeister Jakob Singer errichtet, der auch die Barockisierung der Münsterer Pfarrkirche durchgeführt hat. Glanzstück der Innenräume, die durchwegs Hohlkehlen und einfache Stuckdecken aufweisen, ist der Saal im zweiten Obergeschoß. Die Malereien wirken fast profan, obwohl der Inhalt theologisch ist. Es zeigen sich in Rocaillekartuschen drei heilige Jesuiten (Ignatius von Loyola, Franz Xaver und Hl. Aloisius von Gonzaga), über dem Eingang Christus mit dreistrahligem Nimbus sowie weitere Heilige und Kirchenväter.
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