Nachlese 2011 "aus Holz"

In Niederösterreich besuchten 9800 Personen den Tag des Denkmals 2011.

 Der diesjährige Schwerpunkttag des Bundesdenkmalamts rückte – in Anlehnung an das Internationale Jahr der Wälder – den Werkstoff Holz in den Mittelpunkt: einerseits als Medium künstlerischer Gestaltung, andererseits als ökonomisch bedeutenden Rohstoff. Die Besucher hatten so nicht nur die Gelegenheit, hölzerne Kunstschätze (wie den Hauptaltar der Kirche von Stift Zwettl oder das „Weinviertler Schiff“ in Siebenhirten) zu bewundern, sondern auch unterschiedliche Arbeitsfelder der Archäologie und Dendrochronologie kennen zu lernen. Standorte wie das Waldbauernmuseum Gutenstein näherten sich dem Thema Holz vor allem mit soziokulturellem Fokus. Spezialführungen, Workshops und Expertengespräche rundeten das vielseitige Programm ab.

Die bestbesuchten Highlights am 25. September waren die Erlebniswelt Mendlingtal inklusive Schüttkasten in Göstling an der Ybbs mit 2.000 Gästen sowie die Kartause Mauerbach, die an insgesamt drei Tagen rund 2.700 Besucher – darunter 130 Schüler – mit baudenkmal-pflegerischen Workshops, Sonderführungen, eigenem Kinderprogramm und Feuerwehr-Heurigem begeistern konnte. An die 300 Kulturinteressierte statteten den archäologischen Grabungen am Kremser Wachtberg, dem Museumsdorf Krumbach oder dem Stift Altenburg einen Besuch ab.

Der „Tag des Denkmals“ bot auch heuer die Chance, sich abseits von Mainstream-Führungen genauer mit einzelnen Objekten zu befassen oder sich bei Experten über Restaurierungsmethoden, Freilegungstechniken, Unterschutzstellungsmaßnahmen und vieles mehr zu informieren. Dass individuelle Kunstvermittlung einer der größten Vorteile der BDA-Aktion ist, lassen auch die positiven Rückmeldungen der einzelnen Veranstaltungspartner erkennen. „Ich war von dem großen Interesse an Details sehr positiv überrascht“, sagt etwa MMag. Wolfgang Huber, Kustos der Stiftssammlungen von Klosterneuburg, der am Vormittag des 25. September zum selten zugänglichen Albrechtsaltar führte. Mag. Hilde Fuchs vom Schlossmuseum Orth an der Donau erhielt von einigen der 140 Besucher sogar Anfragen, Individualführungen mit dendrochronologischem Schwerpunkt öfter anzubieten.

Mittels Fragebögen wurden heuer Meinungen der Gäste zu den jeweiligen Veranstaltungsorten eingeholt, um beim 16. „Tag des Denkmals“ den Wünschen der Besucher noch gezielter entgegenkommen zu können.

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucherinnen und Besucher!