Heimat großer Töchter

24. September 2017

Das war der Tag des Denkmals in Tirol 2014


Das heurige Motto < Illusion > in all seinen Bedeutungsinhalten lockte 2500 Besucher tirolweit am 28. September 2014 an insgesamt 11 Veranstaltungsorte, wo es Einblicke in ansonsten nicht zugängliche Objekte, Expertenführungen und Freiluftveranstaltungen mit Eventcharakter zu entdecken galt.

Als BesucherInnenmagnet entpuppte sich die alte Landstraße B1, auf der von Karres ausgehend Kutschenfahrten, historische Traktoren und die Kaiserjägermusik die Illusion des historischen Reisens und Fahrens auf dem denkmalgeschützten Straßenstück erzeugten. Zeitgeschichtlich Interessierte kamen bei den Führungen zu den Bauteilen des nie fertig gestellten NS-Kraftwerkes am Stuibenbach in Oetz auf ihre Kosten. Schaukäsen, die Schilderung des Sennerlebens und spezielle Informationen zu Almbauweisen erwartete die über zweihundert Besucher auf der Alpe Dias in Kappl. Nach ihrer Konservierung der Öffentlichkeit präsentiert wurde die Kirchenruine Hörbrunn in Hopfgarten im Brixental. Zukünftige ArchäologInnen konnten dort im Rahmen einer Kindergrabung erste Einblicke in dieses Berufsfeld gewinnen. Gerne angenommen wurde in Schwaz die Möglichkeit, mehrere Stationen bzw. fundierte Führungen zu besuchen und vom Keller des Palais Tannenberg-Enzenberg bis hinauf zum Dachstuhl der Pfarrkirche zu steigen, die Ausstellung im Rabalderhaus zu besuchen und im Rahmen einer Häuserführung einen Blick in ansonsten verschlossene Privathäuser und Denkmalpflegebaustellen zu werfen.

Begeistert zeigten sich die BesucherInnen vom barocken Festsaal im Schlösslhof in Axams und von den Wappen und Turnierdarstellungen der dortigen Widumskapelle. Prof. Wolfram Köberls Deckenfresken in barocker Manier in der Pfarrkirche von Angath waren ebenso Inhalt von Spezialführungen wie der Dorfkern von Fließ mit seinen alten Häusern und Höfen.

Kunsthistorische „Leckerbissen“ der Landschafts- und Illusionsmalerei gab es im Kloster Thurnfeld in Hall in Tirol und in der Prälatur des Stiftes Wilten in Innsbruck zu bewundern. In Schloss Bruck bei Lienz wurde die Baugeschichte des Schlosses und die Geschichte der Restaurierung der spätgotischen Fresken der Schlosskapelle vorgestellt.

Wir bedanken uns bei allen DenkmaleigentümerInnen und ProgrammpartnerInnen für die hervorragende Zusammenarbeit. Bestärkt durch die überaus positive BesucherInnenresonanz hofft das Bundesdenkmalamt, auch für den nächsten Tag des Denkmals am 27.09.2015 gemeinsam mit lokalen Kooperationspartnern wieder ein vielfältiges und interessantes Programm unter dem Motto „Feuer und Flamme“ zusammenstellen zu können.