Heimat großer Töchter

24. September 2017

Das war der Tag des Denkmals in Kärnten 2014


Eröffnet wurde der Tag von Landeskonservator Mag. Gorazd Živkovič gemeinsam mit dem Stadthistoriker Joachim Eichert direkt beim Ausgangspunkt der Exkursion rund um die Illusionen der Ringstraße in Klagenfurt im Rauscherpark. Die angebotenen Führungen und Sonderausstellungen wurden vom kunstinteressierten Publikum besonders gut angenommen. Regelrecht gestürmt wurden die Rohreschmiede in Bad Eisenkappel, das Bunkermuseum auf dem Wurzenpass und Schloss Pöckstein in Zwischenwässern. Doppelt so viel Besucher wie erwartet kamen auch ins Paradies von Cornelius Kolig. Besonders groß war das Interesse an dem in Adaptierung befindlichen spätklassizistischen Schloss Pöckstein mit seinen prächtigen exotischen Wandmalereien. Es wurden von Dr. Wilhelm Deuer Führungen eingeschoben, um den Ansturm zu bewältigen. Auch Oberst Andreas Scherer vom Bunkermuseum konnte sich über reges Interesse freuen, eine Feldmesse und eine Gulaschkanone umrahmte die Ausstellung „täuschen und tarnen“ mit Netzen,  Panzern und Bunkerstellungen. Ein Rahmenprogramm und Spezialführungen begeisterten auch die Besucher in St. Andrä im Lavanttal. Die barocke Loretokirche, die dieses Jahr zur Basilika Minor erhoben wurde, gab Einblick in die illusionistische Vorstellungswelt des Barocks. Führungen im Steinhaus am Ossiacher See und eine Ausstellung führten das Publikum ins architektonische Kunstwollen des großen Kärntner Architekten Günther Domenig ein. Der Schlosspark in Damtschach, durch den die Schlossherrin Brigitte Orsini-Rosenberg persönlich führte und ein Theaterstück von H. C. Artmann waren sehr gut besuchte Programmpunkte in Wernberg bei Villach. Ebenfalls mit einem Theaterstück  begeisterte die slowenische Puppentheatertruppe in Leppen/Lepena Kinder und Erwachsene in der alten Volksschule. Mit einem Blick hinter die Kulissen konnte man im Stadttheater Klagenfurt von der Illusion auf der Theaterbühne mehr erfahren.

Zu den Fixstartern zählten auch die beiden Burgschauplätze: die Zeiselburg am Zeiselberg, die seit 20 Jahren vom Burgherrn Kurt Zechner langsam wiederhergestellt wird und der nach mittelalterlichen Vorgaben voranschreitende Burgenbau in Friesach.

In Molzbichl kamen die Archäologiefreunde auf ihre Rechnung. Die Begräbnissitten der frühmittelalterlichen Karantaner und Flechtwerksteine standen im Mittelpunkt. Die Schatzkammer in Gurk präsentierte in neuen Räumlichkeiten die Schätze des Diözesanmuseums, das von Klagenfurt nach Gurk übersiedelt wurde.

Geheimtipp und im Vorhinein hoffnungslos ausgebucht war die Busexkursion mit Dr. Christoph Ulmer nach Udine zu den Rokoko-Fresken von Giovanni Battista Tiepolo.

Wir bedanken uns bei allen Denkmalbesitzern und Veranstaltungspartnern für die hervorragende Zusammenarbeit. Mit der heurigen Veranstaltung sind wir in Kärnten an eine Besucherauslastung gelangt, die nicht gesteigert werden sollte. Ziel ist die Zufriedenheit aller Teilnehmer. Das sollte auch im nächsten Jahr unter dem Motto „Feuer und Flamme“  gelingen.