Heimat großer Töchter

24. September 2017

Das war der Tag des Denkmals im Burgenland 2014


An 10 ausgewählten Orten – von Parndorf bis ins südburgenländische Neumarkt an der Raab – wurde dank des großen Einsatzes von Privatpersonen, Gemeinden und Vereinen 2300 Interessierten ein vielfältiges Programm geboten.

Besonderen Anklang fand die ArchitekTour, die heuer in erstmaliger Kooperation mit der ÖGFA die wissbegierigen ZuhörerInnen vom Regierungsviertel in Eisenstadt über Sopron wieder zurück ins Nordburgenland an die Gestade des Neusiedlersees führte.  Die spannenden Erläuterungen der Architekturhistorikerin Dr. Iris Meder, des Denkmalpflegers Dr. András Veöreös und des Architekten DI Klaus-Jürgen Bauer gaben den Beteiligten reichlich Diskussionsstoff. Die organisatorische Betreuung der Reisenden wurde freundlich und kompetent von ÖGFA-Vorstandsmitglied Mag. Gabriele Ruff übernommen. 2015 ist aufgrund des großen Zuspruchs eine Fortsetzung der ArchitekTour zum Motto „Feuer und Flamme“ geplant!

Reges Interesse fand die im Rahmen eines Gottesdienstes begangene Eröffnungsveranstaltung in der Pfarrkirche von Parndorf, festlich begleitet von der Tamburica Parndorf, welche die Parndorfer Messe von Johann Maszl spielte. Souverän präsentierte Restaurator Ernst Lux die Ergebnisse seiner jahrelangen Freilegungs- und Restaurierungstätigkeit.

Viele Kunstinteressierte nützten die Gelegenheit, unter fachkundiger Führung die Kulturlandschaft rund um den historisch bedeutenden Steinbruch von St. Margarethen zu erleben, wo 1959 erstmals das vom Bildhauer Karl Prantl initiierte Bildhauersymposium stattgefunden hat. Mit dem Bildhauerhaus wurde von Architekt DI Klaus-Jürgen Bauer ein wichtiges Werk des 2013 verstorbenen Architekten Johann Georg Gsteu präsentiert. Bei einer Wanderung zur Koglkapelle gab Kurator Mag. Vitus Weh Einblick in die Vorstellungen der Esterházy Privatstiftung zur zeitgenössischen Kunst. Bummelzüge, Fahrräder und andere Shuttle-Services brachten zahlreiche Schaulustige zu Bildstöcken und Wegkapellen von St. Margarethen, wo sie von den kenntnisreichen Ausführungen der „denkmalforscher“ Dr. Christina Wais-Wolf und Mag. Franz P. Wanek in den Bann gezogen wurden. Viele ZuhörerInnen lauschten in der Pfarrkirche von St. Georgen dem spannenden Vortrag von Prof. Dr. Hans Hahnenkamp und den Erläuterungen der anwesenden Restauratorin zu Freilegung und Restaurierung der barocken Fresken im Altarraum. Das schöne Wetter machte die anschließende Wanderung zur St. Georgener Urrebe mit Picknick und Weinverkostung zum Genuss! In der Bergkirche in Eisenstadt und in der evangelischen Filialkirche von Goberling wurde das Publikum in die Welt der Restaurierung entführt. Gewohnt unterhaltsam und informativ war der Vortrag des Archäologen Mag. Franz Sauer zu den burgenländischen Kirchen des 9. Jahrhunderts.

Das prächtige Herbstwetter wurde auch genutzt, die Freilichtmuseen von Neumarkt an der Raab und Gerersdorf bei Güssing zu erkunden. In Gerersdorf präsentierte Walter Schmögner sein neuestes Buch „Nacht- und Tagbilder meiner Zeit“, temperamentvoll begleitet von Harri Stojka und seiner Band. Das Landtechnik-Museum von St. Michael setzte mit der Sonderausstellung des Art-Duos Brigitte & Georg Winkler einen besonderen Akzent. In der Pfarrkirche von Mogersdorf wurde mit der Freilegung und Restaurierung der Fresken rechtzeitig zum 350. Jahrestag der Schlacht bei Mogersdorf einem Denkmal sein ursprüngliches, qualitätvolles Erscheinungsbild zurückgegeben. Zur Restaurierung und den teilweise recht blutrünstigen Darstellungen sprachen Restauratorin Mag. Germana Wolf und Historikerin Silvia Dolmanits.

Ein herzliches Dankeschön an die vielen Personen, die zum Gelingen des Tages des Denkmals im Burgenland beigetragen haben!

Ein herzliches Dankeschön an die vielen Personen, die zum Gelingen des Tages des Denkmals im Burgenland beigetragen haben!